Alles für die Pferdebox
Die Gestaltung einer Pferdebox sollte immer im Einklang mit den aktuellen Tierschutzleitlinien stehen. Neben der Größe, dem Stallklima und der Sicherheit ist insbesondere die Fütterungssituation ausschlaggebend für das Wohlbefinden der Tiere.
Futtertrog
Ein gut platzierter Futtertrog sorgt dafür, dass das Pferd ungestört und in natürlicher Kopf-Hals-Haltung fressen kann. Wichtig ist eine niedrige Anbringung – maximal etwa auf 30–40 % der Widerristhöhe –, damit der Fressvorgang der natürlichen Weidehaltung ähnelt und die Atemwege geschont werden. Zugleich sollte der Trog aus stabilem, splitterfreiem Material bestehen, leicht zu reinigen sein und so angebracht werden, dass das Pferd sich nicht verletzen kann.
Tränke
Pferde brauchen jederzeit Zugang zu frischem und sauberem Wasser. Selbsttränken mit einer ausreichenden Durchflussmenge und automatischem Wassernachlauf wie NELSON-Tränken sind dabei die bevorzugte Lösung. Sie sollten täglich kontrolliert und regelmäßig gereinigt werden, da verschmutztes Wasser oder blockierte Ventile schnell gesundheitliche Probleme verursachen können. Auch die Platzierung spielt eine Rolle: Eine diagonale Anordnung von Tränke und Futtertrog verhindert, dass Pferde das Futter einweichen („tunken“) und sorgt für klare Strukturen in der Box.
Heunetze
Heunetze unterstützen die langsame Futteraufnahme. Sie ermöglichen eine gleichmäßigere Verteilung der Fresszeiten über den Tag und helfen, Langeweile oder Verhaltensauffälligkeiten zu vermeiden. Wichtig ist jedoch, dass sie so angebracht sind, dass das Pferd ohne Verletzungsgefahr fressen kann – idealerweise auf Brusthöhe und nicht zu straff, um Hängenbleiben mit Hufen oder Gebiss zu verhindern. Zudem sollte die Maschengröße an den Bedarf angepasst werden: Kleine Maschen verlangsamen die Futteraufnahme, größere Maschen sind für Grobfutter oder Jungpferde besser geeignet.